Als Meridiane bezeichnet man die Leitbahnen bzw. Energiekanäle, die auf der Haut diagnostiziert und behandelt werden können, diese Bahnen verlaufen aber nicht nur auf der Haut, sondern sie sind auch bestimmten Muskeln und inneren Organen zugeordnet. Nach dieser Zuordnung werden sie überwiegend benannt.
Die zwölf
Hauptmeridiane sind nämlich Lunge, Gallenblase, Leber, Milz-Pankreas, Niere, Dickdarm, Perikard, Herz, Magen, Dreifacher Erwärmer, Dünndarm und Blase; hinzu kommen zwei Zentralgefäße, das Gouverneurs- und das Konzeptionsgefäß.
Das
Meridiansystem ist in China vermutlich seit etwa 5000 Jahren bekannt. Auch in anderen Kulturen wie in Indien, Ägypten, Afrika und selbst Europa findet man Hinweise auf dieses Meridiansystem.
Doch auch die modernen Naturwissenschaften können dieses System wissenschaftlich nachweisen.
Auf diesen Energieflusslinien gibt es nun Punkte mit besonderen elektrisch-energetischen Eigenschaften, die man
Akupunkturpunkte nennt. Diese Punkte sind in besonderer Weise zur Diagnostik und Behandlung geeignet.
Diese Punkte sind wichtig für die Übermittlung der Energie zwischen den Meridianen, die auch untereinander in Verbindung stehen.
Entsprechend unserem vierschichtigen Menschenmodell hat ja beispielsweise jede Emotion, jedes Gefühl auch seine energetische Entsprechung, die sich dann eben auch in der
Energieverteilung in den Meridianen abbildet. Erfahrungsmedizinisch hat es den Anschein, dass bestimmte Gefühle und Gefühlsblockaden bevorzugt mit bestimmen Meridianen verbunden sind. So scheint beispielsweise der Blasenmeridian bei Enttäuschung, Missmut und Verspannung betroffen zu sein, während der Gallenblasenmeridian mit Ärger, Wut und Zorn verbunden zu sein scheint.
Vor dem Hintergrund dieser Zusammenhänge erscheint die Nutzung des Meridiansystems bzw. der
Akupunkturpunkte auch zur Behandlung psychischer Probleme sinnvoll.
Von Dr. Günter Eble
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