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Ein Herbstgedicht

Herbstzeit - Abschied von der Fülle

Verwandelt habe ich mich - meine Identität verändert - Frühjahr und Sommer durchlebt und
hinter mir gelassen - ich bin inzwischen zum Herbst geworden.
Bei mir hat sich im Laufe des Jahres Einiges getan: war ich im Frühjahr noch ein winzigkleines
Samenkorn, das gerade aufgewacht war und sich reckte und streckte - so bin ich inzwischen
aufgegangen, hab mich entwickelt - bin gewachsen - gewachsen zu einem alten Baum
- einem Baum, dessen Wurzeln so tief reichen, dass ich standhaft den Stürmen widerstehen kann
- einem Baum, dessen Äste sicheren Schutz bieten
- einem Baum, dessen Stamm so stark ist, dass er das Anlehnen verkraftet
- und einem Baum, dessen Krone so hoch ist, dass sie zum deckenden Schatten einlädt.
Ich bin ein tragwüchsiger und anspruchsloser Baum mit korallenroten Früchten.
Zur Rabinijuschka - zur Eberesche bin ich geworden.

Schaut Euch bei mir um - macht einen Herbstspaziergang! Bin ich nicht ein farbenfroher
Künstler, der die Welt bunt mal? Aus dem Einerlei wandle ich Euch ein leutend buntes Kleid.
Gewaltig begegnet Euch das Jahr bei mir im Herbst! Zu Recht nannte man zu frühen Zeiten
den September auch Füllemonat oder Vollmonat und heute sprecht Ihr vom goldenen Oktober,
da hier der meiste Wein gelesen wird.
Lasst Euch ein auf den Reichtum der Natur - und auf die Pracht, die ich Euch beschere.

Bei mir im Herbst - da sind die Äpfel reif und haben rote Backen. Und Trauben gibt es rund und
bunt - die hängen da und nicken. Erde, Sonne, Wind und Regen halfen zu dem Erntesegen.
Treff Euch zum Emtetanz - ihr dürft sie alle pflücken.

Wenn ihr erntet - dann denkt daran - daß ihr trotz aller Arbeit und Mühe Beschenkte seid!
Erntezeit ist also auch Dankzeit - Dank an die Gaben eines ertragreichen Jahres - Dank an
Gott, der dem Samen Wachstum und Gedeihen gegeben hat - denn kein Korn wächst ohne
Gottes Geist und keine Frucht reift ohne Gottes Geist.
Danket im Tanz - danket für Brot und Wein - tanzt den Danktanz!

Obstbäume lassen ihr Frucht los, um uns Menschen zu nähren. Aber nicht nur Obstbäume
nehmen Abschied und entbehren.

Auch die Blätter trennen sich vom Baum, nachdem sie sich gelb, rot und braun verfärbt
haben. Sie werden durch den Herbststurm forgejagt, tanzen in der Luft, wirbeln dann zum
Boden - um schließlich mit anderen Blättern zu einem großen Haufen zusammengefegt zu werden.

Herbstzeit - heißt also auch Abschied nehmen vom "Reif-Gewordenem" - von dem - was im
Frühling geboren und im Sommer gereift ist. Abschiedszeit - ist traurige Zeit - harte Zeit -
dunkle Zeit - schmerzhafte Zeit - die auch gesehen werden möchte.
Es gibt kein zurück - der Abschied ist da. Du kannst Dich zurückerinnern an die Zeit von der
Vision - bis zur Geburt - bis zu Ernte - aber Du wirst sehen - es ändert nichts - durch Dein
Ausweichen. Dich Umsehen in alle Richtungen - gewinnst Du zwar einen nützlichen Gesamt-
überblick - doch der Stanadort im Jahr, der feste Standpunkt bleibt!
Den Kreislauf von Stirb und Werde wirst Du nicht aufhalten können.

Zur Erde fällt das Laub - in den alten Pflanzerkulturen wurden im Herbst Feste zu Ehren der
Erdgottheiten gefeiert. Nach dem ägyptischen Mythos vom Sonnenlauf beginnt die Nachtfahrt
mit der Barke durch die Unterwelt. Hades - der griech. Gott der Unterwelt regiert nun die Welt.

Nur beinahe ist jetzt alles unter der Erde begraben - Du irrst, wenn Du glaubst, alles sei weg.
Auch in der Zeit des "Einigelns, Abkapseln, Zurückziehens, Verkriechens, Verschanzens"
bist Du nicht allein. Denn verläßlich ist - Gegensätze regieren die Welt.

Behaglicher Friede kehrt ein bei Dir in dieser Ruhephase und spüre wie Dich ganz sanft
noch ein flauschiges, weiches Pelzchen wärmt und beschützt.

Igele Dich jetzt ruhig ein - Du brauchst nicht immer blühen!
Nimm Dir Zeit - um Kraft für neue Triebe zu sammeln! Die Grundhaltung des Auf -sich- selbst-
Zurückziehens entspricht nicht dem Wesen des Igels, der eher neugierig ist und seine Umwelt
sehr genau beobachtet. Vertraue darauf, dass du Dich der Welt automatisch wieder öffnen
wirst, wenn Du genug Kraft geschöpft hast, um neu beginnen zu können.

Auch in dieser Zeit der völligen Abgeschiedenheit bist Du nicht allein: denn das Licht "Christus"
begleitet Dich verläßlich durch das ganze Jahr.

Aus der Fülle in die Leere! Alles was bleibt - sind ein paar sehnsüchtige Samenkörner. Sie
reichen auf jeden Fall für einen Neubeginn!
Nein - nichts ist verloren! Kein Grund zur Verbitterung! So nimm doch endlich die kostbaren
Samenkörner und geh! Denn wer geht - kommt immer an! Geh, geh geh doch endlich!!!!

Von Unbekannter Autor

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