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Krankheitsbedeutung

Jede erneute Erkrankung – egal welcher Art und an welchem Organ – ist ein wichtiger ernstzunehmender Hinweis auf eine Schwäche – das Gegenteil von Schwäche ist Belastbarkeit – der Person.
Offensichtlich dabei ist zunächst die körperliche Schwäche zum einen des betroffenen Organs – z.B. Darm oder Nasenneben-höhlen oder Mittelohr – zum anderen des Immun- bzw. des Reparationssystems.
Nicht ganz so offensichtlich ist der Hinweis auf eine seelisch-emotionale Schwäche – und doch ist es wichtig, gerade ihm nachzugehen. Seelisch-emotionale Belastbarkeit ist die Fähigkeit, intensive Gefühle wie Unruhe, Angst, Wut, Scham, Neugier, Trauer, Ungeduld aber auch Freude Liebe, Sehnsucht, Hunger, Müdigkeit und Unzufriedenheit zuzulassen und aushalten zu können. Verleugnung und Verdrängung von Gefühlen bedeuten dabei natürlich eingeschränkte und geringe Belastbarkeit bzw. Schwäche.
Hier ist nun auch die Verbindung zur körperlichen Schwäche – sowohl der Organ- als auch der Immunschwäche.
Werden aufkommende Gefühle wie z.B. Trauer unterdrückt – sei es aus Stolz oder falschen Vorstellungen von Stärke oder Demonstration von Coolness – dann steigen Tränen nur bis zu den Unterlidern der Augen auf, werden dann in den Tränenkanal und in die Schleimhäute der Nase sowie der Nebenhöhlen gepresst, stauen sich und können dort infiziert und entzündet werden.
Die Schwächung des Körpers über die Unterdrückung von Gefühlen erfolgt auch durch die Kraft, die ich ja durch mein „Unterdrücken“ gegen mich selbst wende. Je länger ich in dieser Gefühlsabwehrhaltung beharre, desto mehr Kraft wende ich gegen mich selbst auf – ohne damit nach außen etwas bewirken zu können – und desto länger und nachhaltiger blockiere ich mich in einer immer starrer und verkrampfter werdenden körperlichen Haltung. Dies wird dann u.a. auch an Verspannungen, körperlichen Fehlhaltungen, Bindegewebsschäden und Bewegungseinschränkungen offenbar.
Über die körperliche und gefühlsmäßige Bedeutung hinaus, weist die Erkrankung auf Schwächen der jeweiligen seelisch-geistigen Haltung bzw. Einstellung hin.
Mit „seelisch-geistiger Haltung“ sind persönliche Wertvorstellungen, die Rangfolge bzw. Wichtigkeit der verschiedenen Werte für einen und die persönlichen Kontrollüberzeugungen – also wesentliche Überzeugungen meines Selbst- und Weltverständ-nisses. Dies soll im Folgenden an einem Beispiel verdeutlicht werden.

Setzte ich mein momentanes Wohlgefühl, Bequemlichkeit oder Lust an die erste Stelle meines Wertesystems, werde ich alles „Störende“ – seien es Wünsche oder Bedürfnisse anderer, seien es eigene Bedürfnisse für deren Erfüllung ich mich anstrengen müsste – gleichsam wie in einem automatisierten Reflex ab-wehren. So würde ich in so einer „Lust-Logik“ keine körperlichen Anstrengungen wie Sport auf mich nehmen. Ich würde unlustige Gefühle wie Schmerz, Trauer, Scham u.a. unterdrücken und schließlich anstrengende geistige Aufgaben, die Konzentration und Ausdauer erfordern, meiden.
Hier nun kommt es dann zu einer erneuten Runde im Teufelskreis.
Wird körperliche, emotionale und geistige Anstrengung vermieden, wird die Belastbarkeit geschwächt und die Krankheitsanfälligkeit wiederum größer.
In diesem gerade beschriebenen Beispiel signalisiert also jede neue Erkrankung, dass noch eine ungesunde „lustorientierte Kontrollüberzeugung bzw. Wertvorstellung“ in mir wirksam ist.
Eine wirkliche Lösung bzw. Gesundung ist demnach nur möglich, wenn die lustorientierte Grundhaltung (Kontrollüberzeugung) zu Gunsten einer belastungsbereiteren und den Lebensanforderungen angemesseneren Haltung verändert wird. Jeder Mensch setzt seine wertorientierte – momentane Lust oder Gesundheit und Lebensbewältigung – Grundhaltung selbst immer wieder neu fest. Dabei kommt es jedoch zu Gewohnheiten.
In diesem Zusammenhang bedeutet das, je häufiger ich mich für den „momentanen Lust-Wert“ entscheide, desto gewohnheitsmäßiger und reflexhafter werde ich mich für das Bequeme und gegen das Anstrengendere entscheiden und umso schwerer wird es mir fallen, überhaupt etwas – körperlich, seelisch-emotional und geistig – Belastendes zu leisten.
Dies gilt natürlich auch umgekehrt. Je gewohnheitsmäßiger ich mich für Arbeit, Anstrengung und Belastung entscheide, desto leichter fällt es mir, desto größer wird meine Lust daran und desto ausdauernder und leistungsfähiger werde ich.
Wenn man sich wieder auf den Signalcharakter der Krankheit bezieht – Achtung Schwäche! – könnte man die Krankheit als Einladung verstehen, sich seine bevorzugte Einstellung bewusst zu machen bzw. sich zu fragen, ob man nicht in einer reflektorischen Anstrengungsabwehrhaltung verhaftet ist und sich die Auswirkungen bzw. Folgen klar zu machen, wenn man darin verbleibt. Schon die zutreffende Antwort oder Einsicht reicht häufig aus, um die Krankheit zu heilen oder zumindest zu bessern.
Wenn jedoch aus der Einsicht – hier in die belastungsfeindliche Einstellung – keine korrigierende Umstellung vorgenommen wird, mahnt eine erneute Krankheit dies wieder an.

Selbstverständlich kann eine (erneute) Krankheit auch auf eine Schwäche anderen Ursprungs als den der belastungsfeindlichen Einstellung hinweisen. Sie kann ebenso auf die gegenteilige Einstellung – Ruhe – bzw. Erholungsfeindlichkeit – hindeuten.
Doch auch in diesem Fall signalisiert sie letztlich eine Schwäche – nämlich entweder für seine Bedürfnisse nicht sensibel genug zu sein bzw. seine optimale Balance nicht halten zu können.
Aufgabe der Krankheit ist es also in jedem Falle – unabhängig von der auslösenden ungesunden Einstellung ob nun belas-tungsfeindlich oder erholungsfeindlich – auf diese Ursache hinzuweisen und mich wieder auf eine ausgewogener Einstellung „hinzubiegen“ – eine Bedeutung von „kränken“ ist „biegen“.
Man kann die Krankheit also als einen Heilungsversuch verstehen, der umso besser gelingt, je deutlicher die zu korrigierende Einstellung erkannt und zu einer angemessenereren Einstellung hin verändert wird. Dazu ist es hilfreich, sowohl das erkrankte Organ als auch die gestörte Funktion auf ihre geistig-emotionale Entsprechung hin zu verstehen bzw. zu übersetzen.

Von Dr. Günter Eble

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