Wie mit dem Begriff „Ausstrahlung“ schon angedeutet, hat das Selbstwerterleben auch eine
energetische Dimension. Nun könnte jemand behaupten, dies sei nur als Metapher zu verstehen. Tatsache ist jedoch, dass der Mensch nun einmal auch ein Kraftwerk ist. Er erzeugt mechanische Energie (Blutdruck, Muskelkraft), Gravitation, elektrische Energie (EKG, EEG, EMG) u.a. Mit diesen Energieformen ist auch eine Ausstrahlung verbunden, z.B. in Form elektro-magnetischer Felder. Man könnte dies auch als den „Energiekörper“ oder „Energieleib“ bezeichnen.
Etwas Physik:
Man unterscheidet die so genannte Potentielle Energie und die Kinetische Energie.
Die Potentielle Energie ist die ruhende Energie, bei der sich zwei entgegengesetzt gerichtete Kräfte gerade so im Gleichgewicht halten, dass keine Bewegung stattfindet; man könnte auch von gebundener oder blockierter Energie sprechen. Die Kinetische Energie ist die Energie, die im Fluss ist bzw. bei der man Bewegung oder Veränderung erkennt. Beide Energieformen sind zum Leben notwendig und gehen ineinander über bzw. bauen sich gegenseitig auf und ab.
Energieflüsse - also die kinetische Form - finden wir in den Nervenleitungen, dem Blutkreislauf, der Atmung, dem Lymphfluss, den Gehirnströmen, den elektrischen Strömen auf der Haut, die z.B. durch den Herzmuskel (EKG), Skelettmuskel (EMG) erzeugt werden. Man könnte sogar die Gefühlsströme mit hinzurechnen, da sie ja auch
spürbar z.B. mit aufsteigender Wärme - also kinetischer Energie - verbunden sind.
Diese
kinetischen Energieflüsse sind aber nur in Verbindung mit einem vorhandenen Potential - elektrische oder mechanische Spannung bzw. Druck - möglich.
Die potentielle Energie ist also notwendige Bedingung für den Fluss. Hält eine Blockade des Energiestroms länger an, wachsen Druck oder Spannung, was sich subjektiv als Krampf bzw. Schmerz äußern kann.
Energiebalance bedeutet also Blockaden, die zu Spannungen, Druck, Verkrampfungen und Schmerz führen, wieder in Fluss zu bringen.
Balance ist ein bewegliches Gleichgewicht; wenn man so will, ein permanentes „Ja“ im Gegensatz zu dem starren Gleichgewicht, in dem sich zwei entgegengesetzte Kräfte - im „Nein“ zueinander - festhalten. „Stopp“ bedeutet „Nein“ und damit Blockade der harmonischen, fließenden Balance.
Schlussfolgerung:
Wir sind davon ausgegangen, dass
Selbstwerterleben Selbstbejahung voraussetzt. In der energetischen Dimension bzw. im „Energieleib“ ist Bejahung gleichbedeutend mit Balance im Energiefluss. Will ich meinen Selbstwert stabilisieren, kann ich das, in dem ich meine Energien in Fluss bringe; stärke ich meinen
Selbstwert, dann balanciere ich damit meinen Energiefluss mit dem Ergebnis einer immer umfassenderen Selbstheilung.
Von Dr. Günter Eble (06.02.2006)