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Menschenbild

Kinesiologie-Lexikon Das Menschenbild, das wir als Modell zu Grunde legen, könnte man sich als einen Verbund von vier verschiedenen Qualitäten oder Anteilen vorstellen. Ob wir diese Qualitäten nun „Dimensionen“ oder „Ebenen“ oder „Körper“ oder „Leiber“ oder „Ansichten“ nennen ist dabei unerheblich. Wichtig ist, dass wir sie als im Menschen, der Person, unteilbar miteinander verschmolzen anerkennen.
Da ist zunächst der „geistige Leib“ (oder Seite oder Dimension, oder Ansicht usw.)

Er umfasst all unsere Gedanken, Vorstellungen, Phantasien, Wertvorstellungen, Glaubenssätze, Überzeugungen, Erinnerungsinhalte mit Bildern, Gerüchen, Geräuschen, Berührungs- und Bewegungserfahrungen usw. Damit eng verwoben und gleichzeitig verchieden haben wir unseren „emotionalen Leib“ mit all unseren Stimmungen und Gefühlen wie z. B. Freude, Abneigung, Ärger, Hass, Scham, Überraschung, Neugier, Angst, Triumphgefühl, Genugtuung, Trauer, Liebe u.a.

Die dritte Seite ist unser „stofflicher Leib“, mit Kopf, Rumpf, Gliedmaßen, inneren Organ, Immunsystem, Hormonsystem und der dazugehörigen Physiologie.
Die vierte Seite nun ist unser „energetischer Leib“ mit seiner Bewegungsenergie in allen den verschiedenen Strömen wie der Blut- und Lymphzirkulation, dem Atemfluss, den elektrischen Strömen in den Nervenbahnen aber auch in dem anderen Gewebe, einschließlich der Haut, wo man diese Ströme als EKG, EEG oder auch EMG ableiten kann.

Eine andere Erscheinungsform unseres Energieleibs ist die potenzielle Energie; gewissermaßen die nicht im Fluss befindliche Speicherform, die als elektrisches Potenzial, Druck und Spannung in Erscheinung tritt bzw. als Energieblockade auch mit Verkrampfungen und Schmerz verbunden sein kann.

Was im Vorangegangenen als viergliedrig beschrieben worden ist, soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es grundsätzlich nur mit einer einzigen Person zu tun haben, die wir nur mal in ihrer geistigen Qualität, mal in ihrer emotionalen Qualität, mal in ihrer stofflichen Qualität und mal in ihrer energetischen Qualität wahrnehmen.

Diese vierfache Untergliederung der Person ist also nicht von vorneherein gegeben, sondern sie wird erst durch unsere unterschiedliche Art die Person wahrzunehmen erzeugt.

Von Dr. Günter Eble

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